Was ist Thanatologie/Thanatopraxie?

aufbahrungThanatologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Sterben, dem Tod und der Bestattung beschäftigt. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort für Tod, thanatos, ab. Thanatologie möchte das Tabuthema Tod stärker in die Gesellschaft einbringen und dafür eine Diskussionsgrundlage bilden und erforscht alle Auswirkungen des Todes auf die Gedanken, Emotionen und das Verhalten von Menschen.

Praktische Thanatologie (Thanatopraxie) umfasst vor allem die fachgerechte, hygienische Versorgung von Verstorbenen, um den Körper zeitweise haltbar zu machen oder Maßnahmen zur Rekonstruktion überhaupt erst durchführen zu können.


Aufbahrungen am offenen Sarg

Eine Aufbahrung kann aber auch für die Trauerbewältigung wichtig sein.

Seit der Tod immer häufiger im Krankenhaus oder im Alten- und Pflegeheim eintritt, ist die früher übliche Form der Aufbahrung der Verstorbenen während der drei Tage bis zur Bestattung immer mehr in den Hintergrund getreten. Während ältere Menschen aus ländlicher Umgebung sich noch daran erinnern können, wie sich früher die Nachbarn im Sterbehaus versammelten und man gemeinsam Erinnerungen über das Leben des Verstorbenen austauschte, verschwanden diese Bräuche in den letzten Jahrzehnten fast vollständig.

Die offene Aufbahrung

Eine offene Aufbahrung dient nicht nur der Trauerbewältigung, sondern auch dem würdigen Abschied.

Im Mittelpunkt einer jeden Trauerbewältigung steht die bewusste Wahrnehmung des erlittenen Verlustes.

Bei einem Sterbefall ist für die Hinterbliebenen die Aktivierung der Wahrnehmungssinne erforderlich, um die Situation erfassen und begreifen zu können.
Nur was der Mensch mit seinen eigenen Sinnen wahrnimmt, kann er begreifen und somit auch verarbeiten.

Der Mensch kann den Tod am besten verarbeiten, wenn er drei Bilder erleben kann:

  • 1. Das Bild des Lebenden
  • 2. Das Bild des Kranken
  • 3. Das Bild des Toten

Fehlt eines der Bilder, wird die Trauerbewältigung erschwert.


Abschiednahme am geschlossenen Sarg oder eine offene Aufbahrung?

Wir beraten Sie gerne zum Thema Aufbahrung.

In der heutigen Zeit entscheidet man sich oft für eine Aufbahrung in einem geschlossenen Sarg oder für eine Urnenbeisetzung ohne Aussegnung vorab mit Sarg auf dem Friedhof.
Die offene Aufbahrung ist aber eine Alternative zur geschlossenen Aufbahrung und kann bei der Trauerbewältigung helfen.

Sprechen Sie uns an wenn Sie eine offene Aufbahrung wünschen.

Die Erfahrung zeigt immer wieder, wie wichtig es für die Angehörigen ist, den nahestehenden Menschen noch einmal sehen zu können. Früher, als Verstorbene noch zu Hause aufgebahrt wurden, war es ein völlig normales Ritual. Auf diese Weise wird der Tod etwas erfahrbarer und fassbarer.

Als Trauernder haben Sie die letzte Möglichkeit, in aller Ruhe Zwiesprache mit dem Verstorbenen zu halten, etwas zu sagen, was Sie ihm zu Lebzeiten noch gerne sagen wollten; ihn vielleicht noch einmal zu berühren oder ihm etwas mit „auf den Weg“ zu geben.

Auch, wenn Ihnen das im Moment schmerzhaft vorkommen mag, ist es ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Leben ohne den Anderen.

Wir als Bestattungsunternehmen respektieren und erfüllen Ihre Wünsche und führen eine Aufbahrung und Beerdigung nach den landesüblichen Bräuchen und Riten durch. Auch bei Überführungen in das Heimatland sind wir für Sie da.
Wir organisieren für Sie sämtliche Überführungen und Abholungen, unabhängig davon, wo sich der Verstorbene auf der Welt befindet.

Wenn Sie Fragen zur Thanatologie, Einbalsamierung, Aufbahrung, Rekonstruktion oder Überführung haben, stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder persönlich zur Verfügung.